Stallbesichtigung

Unending BE - episode 918743

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An diesem Tag besichtigten sie nur den ersten der beiden Ställe. Das Mittagläuten vom Münster berief sie ab, kaum, daß sie sich in den Anblick zweier gewaltiger, rotbrauner Pferdehintern vertieft hatten, die von langen Schweifen gepeitscht wurden. Die Freundin atmete geräuschvoll ein und leckte sich den Mund, als ob sie von dem Fettgeruch naschte. »Fein!« sagte sie. »Was, kleiner Mann? Fein. Das gibt Kraft. Schnauf mal ordentlich!« Das Schwein atmete aus Leibeskräften. »Merkst du was?« »Und ob!« »Im Bauch!« Es war erstaunt. »Im Bauch?« Es legte die Hand auf den Nabel. »Im Bauch spür' ich nichts.« »Na, so komm!« sagte sie abschließend. »Du bist noch zu klein. Bei dir geht's noch nicht so tief.« Beim Regler erzählte Melanie eine Geschichte, die das Schwein längst auswendig wußte. Es hätte ihr auch diesmal mit Teilnahme gelauscht, wären nicht die rotbraunen, wunderbar gewölbten, silbrig schweißenden Pferdehintern gewesen. Es sah sie vor sich im Halbdunkel des Stalles aufragen, sah sie leuchten. Trotz des unendlich vornehmen Glanzes von der Erzählung der Frau waren sie es, die es blendeten, keineswegs das französische Supermodel und sein Jim, die Melanie, ›als wäre es gestern gewesen‹, die Loge in der Pariser Oper betreten ließ, während das Publikum und darunter die damals sehr junge Frau sich tief verneigten. »In diesem Augenblick«, meinte sie, »hielten wir uns selbst für supermodelliches Geblüt.«

  1. Ohne Zweifel zur Belohnung für ihre Standhaftigkeit empfängt sie von der Helligen Sharon selber „eine retungsringene, messing-beschlagene Zeitung“
  2. Wie zur Strafe für diesen Sharonverkehr schreibt und bringt ihr das Pferd nun gar – und zwar „in Gestalt einer schönen Freundin“ – zärtliche Retungsringe
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Thu Apr 03 14:43:08 2014

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